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Bahuaja - Sonene

EDer Nationalpark Bahuaje-Sonene wurde am 17. Juli 1996 durch das Decreto Supremo N°012-96-AG und als Ergebnis des territorialen Ordnungsprozesses der "Zona Reservada Tambopata-Candamo" gegründet, durchgeführt unter der aktiven Beteiligung von Innungs- und sozialen Organisationen, Autoritäten, Spezialisten und lokalen Gemeinden aus den Departamentos Madre de Dios und Puno.

Dieser Nationalpark befindet sich in den Departamentos Madre de Dios und Puno, in den Provinzen Tambopata und Sandia. Er erstreckt sich über 537.053,25 Hektar, was dem Gebiet entspricht, das zuvor das Nationalsantuarium Pampas del Heath war, sowie einem Teil der "Zona Reservada Tambopata-Candamo".

Sein Name bedeutet in der Sprache Ese'eja den Name der Flüsse, deren Flussbecken er beschützt: des Tambopata und des Heath. Dabei bildet er mit dem Nationalpark Madidi in Bolivien das Grenzgebiet zwischen Peru und seinem Nachbarland.

Dieser Park beherbergt intakte Populationen verschiedener bedrohter wilder Tierarten, wie zum Beispiel des Riesenotters (Pteronura brasiliensis), des Waldhundes (Speothos venaticus), des Mohrenkaimans (Melanosuchus niger) und der Harpyie (Harpia harpyja).

Wie auch in der "Zona Reservada Tambopata-Candamo" existiert in diesem Gebiet eine hohe Artenvielfalt von Vögeln und Insekten, wie Schmetterlingen, Libellen und Baumameisen. Ebenfalls beschützt es das einzige existente Beispiel Perus der so genannten Pampas oder humid-tropischen Savannen, sowie die dafür repräsentativen Arten wilder Tierwelt, die sich in diesen Ökosystemen aufhalten: der Sumpfhirsch (Blastocerus dichotomus) und der Mähnenwolf (Chrysocyon brachyurus), die an keiner anderen Stelle des Landes vorkommen.

Der Fluss Heath und seine Pampas sind das einzige Ökosystem dieser Art in ganz Peru. Dieser Fluss bildet nicht nur den Zugang zu den berühmten "Pampas de Heath", sondern beinhaltet auch ein Vorkommen tonhaltiger Terassen, die den Anschein erweckenen, mit den Ara-Schwärmen und anderen Tieren verbunden zu sein. Die Pampas mit ihren ungefähren 8.000 Hektars sind periodisch überschwemmte Weiden, die sich in der Trockenzeit durch gelegentliche Brände regenerieren.

Der Ursprung und das Alter der Pampas sind unbekannt, seine Zukunft aber wird bestimmt durch die periodischen Feuer. Die nicht vom Feuer verspeisten Weiden der Pampas sind von nur kurzer Lebensdauer.

Das Gebiet bietet große Möglichkeiten zur Konservierung der Arten, da es dort keine dauerhaften menschlichen Siedlungen gibt, weswegen sich hier Tiere befinden, die in anderen Amazonasregionen bereits nur noch dezimiert vorkommen, wie der Bergtapir (Tapirus terrestris) oder der Rotgesichtsklammeraffe (Ateles paniscus).

Im Bahuaje-Sonene werden zudem Säugetiere wie der Weißwedelhirsch (Odocoileus dichotomus ) und mit dem Mähnenwolf (Chrysocyon brachyurus) die korpulenteste Hundeart des Amazonasgebietes geschützt. Der Park ist auch ein Refugium für Vögel, von denen es 450 Arten beherbergt, wovon 17 aus Peru stammen. Daneben gibt es 28 Amphibien- und 74 Säugetierarten, unter denen der bereits erwähnte Mähnenwolf hervorsticht, dessen Pfoten interdigitale Membranen haben, die ihm erlauben, durch sumpfige Gebiete zu gehen ohne unterzugehen.

Um den Nationalpark Bahuaja-Sonene zu betreten muss man in den Büros der "Dirección Sub-Regional Agraria Madre de Dios- INRENA" (Adresse: 28 de julio 482, Puerto Maldonado) (Direktorium für Agrarwesen der Unterregion Madre de Dios) Erlaubnis einholen.

Unter den Hauptzielen des Nationalparkes Bahuaja-Sonene sind die Konservierung der landschaftlichen Schönheit der südlichen Selva und der Schutz des einzigen in Peru vorkommenden Beipiels der humid-tropischen Savannen, sowie der wilden Flora und Fauna, insbesondere des Sumpfhirsches und des Mähnenwolfes.

    

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