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Cordillera
Azul
Der Nationalpark Cordillera Azul wurde als Ergebnis des Kategorisierungs- und Entschrankungsprozesses der "Zona Reservada Biabo-Cordillera Azul" gegründet. Den Prozess einmal zu Ende gebracht, wurde das der Cordillera Azul entsprechende Gebiet am 21. Mai 2001 durch das Decreto Supremo N°031-2001-AG zum Nationalpark erklärt. Dabei umfasst es eine Ausbreitung von 2.353.190,84 Hektar.
Der Nationalpark befindet sich in den Provinzen Bellavista, Picota und San Martín (Region San Martín); in der Provinz Ucayali (Region Loreto); in der Provinz Padre Abad (Region Ucayali) und in der Provinz Leoncio Prado (Region Huánuco).
In diesem Gebiet werden eine Reihe einzigartiger Arten geschützt, sowie den Vorgebirgs- und Gebirgswäldern des Komplexes der Cordillera Azul eigene biologische Gemeinden und geologische Formationen, in denen sich Quellen und intakte Flussbecken befinden. Daneben wurde mit der Gründung dieses Parkes die Entwicklung einer integrierten und ausgewogenen Handhabung der natürlichen Ressourcen der angrenzenden Zone erreicht.
Der Nationalpark Cordillera Azul präsentiert sich mit einer Vielzahl an Reliefformen, sowie einer Kette von Bergen, Abhängen, Senken, Hochebenen und Hügeln. In diesen Bergen entstehen zahlreiche Bäche und Flüsse, die abseits des geschützten Gebiets ihren Weg finden. Das gesamte Zusammenspiel liefert eine Landschaft, die in ihrer Art der Formen einzigartig und von ganz besonderer Schönheit ist.
Das Gebiet zählt, bedingt durch die Höhengrade und die Verteilung der Niederschläge, grundsätzlich zwei Klimatypen: das heiß-feuchte Klima der tropischen Selva und das mild-regnerische Klima der Hoch-Selva. In Einklang mit Klima, Relief und Böden kann man sieben Lebenszonen unterscheiden, von denen drei Übergangscharakter haben: Humider, tropischer Wald (bh -T); Sehr humider, tropischer Wald (bmh - T); Sehr humider, tropischer Wald im Übergang zum Regnerischen, tropischen Vorgebirgswald (bmh - T/ bp - PT); Sehr humider, tropischen Vorgebirgswald (bmh - PT); Sehr humider, tropischen Vorgebirgswald im Übergang zum Humiden, tropischen Wald (bmh - PT/ bh - T); Regnerischen, tropischen Vorgebirgswald (bp - P T) und Regnerischen, tropischen Vorgebirgswald im Übergang zum Sehr humiden, tropischen Wald (bp - PT/ bmh - T).
Innerhalb dieses geschützten Gebietes gibt es verschiedene Wohnräume und Waldtypen, die zahlreiche Pflanzenformen beherbergen, darunter Bäume, Palmen, Rohrgewächse, Lianen, Sträucher, Kräuter, Orchideen, Bromelien, Farnkraut, Moose, Algen und andere.
Unter den wichtigsten Baumarten und denen von wirtschaftlich höchstem Wert befinden sich in diesem Gebiet: das Amerikanische Mahagoni (Swietenia macrophylla), die Zeder (Cederla spp.), das Schmetterlingsblütlergewächs Amburana cearensis, die Cedrelinga catenaeformis, das Raublattgewächs Cordia alliodora, sowie Palmengewächse wie die Phytelephas macrocarpa oder die Euterpe precatoria und Lianen wie die Uncariaart "Uña de Gato" (Katzenkralle) (Uncaria tomentosa).
Die Tierwelt des Nationalparkes wird von zahlreichen Fisch-, Kröten-, Frosch- und Schlangenarten repräsentiert, daneben gibt es Schildkröten wie die Waldschildkröte (Geochelone denticulata) oder die Kaimanart Caiman sclerops. Im Bereich der Vögel zählt der Park ebenfalls zahlreiche Arten, wobei die auf Grund ihrer Größe am häufigsten gesehenen die Hokkohühnerarten "Paujil" (Crax tuberosa) und Penélope jacquacu, der blaukehlige Truthahn (Pipile cumanenses), sowie Papageien (Ara spp.) und andere Arten werden.
Unter den am häufigsten vertretenen Säugetieren kommen in diesem Gebiet der Jaguar (Pantera onca) vor, der Brillenbär (Tremarctos ornatus), der Bergtapir (Tapirus terrestris) und der Weißbartpekari (Tayassu pecari). Daneben gibt es einige Affenarten wie den Braunen Wollaffen (Lagothrix lagotricha) und den Rotgesichts- oder Schwarzen Klammeraffen (Ateles paniscus), zudem weitere Tierarten wie den Riesenotter (Pteronura brasiliensis), Ameisenbären, Eichhörnchen, Eidechsen und andere.
Der Nationalpark Cordillera Azul ist ein geschütztes Gebiet, das für die Wissenschaft von großer Bedeutung ist, da er nicht nur in einzigartiger Umgebung seltene und wenig bekannte Pflanzenarten beherbergt, sondern auch, da in ihm bereits neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt wurden.
Die Ziele dieses Nationalparkes sind die Konservierung der vom Aussterben bedrohten Habitate, wie der Höhensumpfe, biologischer Gemeinden auf aridem Felsen, Schaumwäldern, Hügeln aus erodierten, rötlichen Steinen, Hügel- und Abhangwäldern, isolierten Seen und Höhenbächen.
Der Nationalpark Cordillera Azul ist kein Vergnügungspark, sondern etwas ernsteres: ein sehr großes Gebiet, das dazu bestimmt ist, die Landschaften, Berge, Gewässer, Tiere und Pflanzen für immer zu schützen, all diese Reichtümer, die alle Peruanern gehören, insbesonders denjenigen, die in der Nähe wohnen. Das jedoch bedeutet ein gewisses Opfer, da man in ihm weder Häuser errichten, noch Holz roden darf und auch Jagd und Fischerei sind verboten. Um alle an den Wechsel im Gebrauch dieses Gebietes zu gewöhnen, wurden mit den Nachbaren und Nutzern Abkommen getroffen, um einen Prozess in Gang zu setzen, während dem gemeinsam der Wechsel auf solche Weise geplant wird, dass alle in der Nähe des Parkes glücklich leben können.
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