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Otishi

Der Nationalpark Otishi wurde am 13. Januar 2003 durch das Decreto Supremo N°003-2003-AG gegründet und befindet sich im oberen Bereich der Kordillere von Vilcabamba, zwischen dem Bezirk Río Tambo der Provinz Satipo (Departamento Junín) und dem Bezirk Echarate der Provinz La Convención (Departamento Cusco). Dabei erstreckt er sich über eine Fläche von 305.973,05 Hektar.

Dieses Gebiet ist überwiegend bergig, bewachsen mit unberührten Wäldern von üppiger biologischer Vielfalt. Der Schutz dieser ist besonders bedeutend, um so die Stabilität und Integrität der Böden und damit des Wassers in den Flussbeckes des Ene, des Tambo und des Urubamba zu garantieren.

In dieser Region leben Indianergemeinden der Famile Arahuac, hauptsächlich der ethnischen Gruppen der Ashánika und der Machuguenga, wobei man auch einige Gruppen der Yines und Caquintes antreffen kann, die alle im nachhaltigen Gebrauch der natürlichen Ressourcen leben.

In seiner großen biologische Vielfalt präsentiert der Nationalpark Otishi wichtige Lebenszonen, in denen die Anwesenheit endemischer Arten und die große Vielfalt des Ökosystemes unverkennbar sind. Gemeinsam mit anderen Gebieten hoher biologischer Bedeutung bildet der Park den "Corredor Binacional (Binationalen Korridor) Vilcabamba-Amboró".

Auch die Tierwelt des Nationalparkes Otishi ist äußerst vielfältig. So findet man hier eine große Anzahl an Vögeln, kleinen und großen Säugetieren, Amphibien, Insekten, Schmetterlingen, etc. Diese bewohnen ein Gebiet, dessen Vegetation von "Pajonales", "Queñual"-Wäldern und gemischten Wäldern gebildet wird.

Innerhalb dieses komplexen Ökosystems ragt die längste natürliche Brücke der Welt heraus, die "Pavirontsi", die vom Fluss Cutivireni durchquert wird und dabei einen enormen Tunnel von mehr als 67 Metern Höhe formt, der eine Öffnung von 63 Metern Breite und eine totale Länge von etwa 220 Metern aufweist. Das Gebiet erreicht eine Höhenlage von bis zu 4.000 Metern über dem Meeresspiegel und kennzeichnet sich durch hunderte von Wasserfällen im Umfeld des Flussesbeckens des Cutivireni. Einige der wichtigsten Wasserfälle sind: Hectariato, Maisanteni, Cubejas, Tsillapo, Parijaro, Piarontsini, Kimayonicabeni, Sariteto, Tankoari, Patsani und Jetariato.

Das Hauptziel des Nationalparkes Otishi ist der Schutz der Gipfel der nördlichen Kordillere von Vilcabamba, sowie der Böden und der Wasser der Flussbecken des Ene, des Tambo und des Urubamba; die Konservierung und der Schutz der repräsentativen Beispiele des humiden Waldes der Selva Central der Kordillere von Vilcabamba; und der Schutz der landschaftlichen Schönheit dieser Kordillere, insbesondere der natürlichen Brücke von Pavirontsi und das Wasserfallsystem.

Der Nationalparl Otishi besitzt magisch-religiöse Verbindungen, was ihm für die Gemeinden einen ganz besonderen Wert verleiht. Das Gleichgewicht mit den pflanzlichen und tierischen Ressourcen des Waldes besitzt einen kulturellen Wert, der sich in mythologischen Darstellungen wie denen der Besitzer von Tieren oder gewissen Vegetationsarten ausdrückt, alles verehrte Gottheiten dieser Ressourcen.

Die jahrtausendlange Weitergabe des Wissens und der Kultur von Generation zu Generation spielt eine wichtige Rolle bei der Konfiguration der Kulturen und bei der Art und Weise, auf die sich diese verteilen und mit dem Raum-Zeit-Gefüge verknüpfen.

    

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