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Tingo María

Der Nationalpark Tingo Maria wurde am 14. Mai 1965 durch das Gesetz N°15574 gegründet, befindet sich im Departamento Huánuco, in der Provinz Leoncio Pradi, im Bezirk Mariano Dámaso Veraún und erstreckt sich über 18.000 Hektar. Er wird durch eine von der Stadt Tingo Maria aus beobachtbaren Bergkette bestimmt, die als "Bella Durmiente" (Schlafende Schönheit) bekannt ist, da seine Gipfel eine Form aufweisen, die an das Perfil einer ruhenden Frau erinnert.

Das Hauptziel dieses Parkes ist die "Cueva de las Lechuzas" (Höhle der Eulen), die die Hauptöffnung eines unterirdischen Höhlensystems bildet, das sich innerhalb der "Schlafenden Schönheit" befindet. In der Nähe kann man ebenfalls die schwefelhaltigen Wasser von Jacintillo besichtigen, sowie den unter dem Namen "Quinceañera" (Fünfzehnjähriger) bekannten Wasserfall.

Im Park trifft man auf eine reiche Vielfalt wilder Fauna, die von 104 Arten gebildet wird: 9 Fisch-, 21 Froschlurch- und Reptilienarten, 38 Vogel- und 36 Säugetierarten. Unter den Froschlurchen und Reptilien existieren große Exemplare wie Boas bis hin zu kleinsten wie denen der Korallenschlangen (Micrurus sp.).

Im Bereich der Vögel stechen verschiedene Arten wie der Fettschwalm (Steatornis caripensis) hervor, ein Nachtvogel, der in Höhlen lebt, dort den ganzen Tag über bleibt und nur in der Dämmerung auf der Suche nach Nahrung diese verlässt; daneben gibt es den Peruanische Klippenvogel (Rupicola peruviana), den Königsgeier (Sarcoramphus papa), sowie den Blauscheitelmomot (Momotus momota).

Unter den Säugetieren leben im Park der Bergtapir (Tapirus terrestris), der Groß- oder Rotmazama (Mazama americana), die Nabelschweinart Tayassu tajacu, der Ozelot (Leopardus pardalis), der bolivianische Totenkopfaffe (Saimiri boliviensis) und der Braunrückentamarin (Saguinus fuscicollis).

Eine der Hauptattraktivitäten des Nationalparkes Tingo Maria ist die Vielfalt der Insekten und Gliederfüßler, die sich konstant wahrnehmen lassen und unter denen die Schmetterlinge verschiedener Größen und Farben hervorstechen, sowie weitere prächtige Insekten.

Daneben wurden in der Pflanzenwelt des Parkes 144 Arten identifiziert: 96 Bäume, 17 Palmen und 31 Sträucher. Unter ihnen stechen ganz besonders hervor: die Höhenzeder (Cedrela sp.), die Kohpalme (Euterpe precatoria) und die "Bolaina" (Guazuma crinita), sowie verschiedene wilde Orchideenarten.

Das Hauptziel des Parkes ist der Schutz seiner Flora, Fauna und szenischen Schönheit, als da wären: die "Bella Durmiente", die Höhle der Eulen, die medizinischen Wasser von Jacintillo und der Wasserfall "Quinceañera".

Im Gebiet zeigen sich in jüngster Zeit Anzeichen der Abholzung selektiver Hölzer für kommerzielle und energietechnische Zwecke, sowie zum Zweck der Jagd wilder Tierarten, wodurch der Wald in einen Zustand der Gefahr versetzt wird, da der Einfluss des Menschen in (noch) kleinem Maße hinreichend bekannt ist.

    

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